Home Sweet Home Ausstellungsfotos

Ausstellungsfotos von der Ausstellung “Home Sweet Home” im März 2012.

Weitere Infomationen zu der Ausstellung finden Sie hier.

Fotos: Ulrich Fohler

Dieses Video zeigt den Aufbau der “Casa”.

Näheres zu den ausstellenden KünstlerInnen:

Miriam Bajtala

  • „home base“

2004-2009 // 8 Einzelbuchexemplare  // je 29,7 x 21 cm //
7 Bücher „projiziertes heim“, gebunden, in Leinen // 1 Buch „im kasten“, gebunden, in Leinen //

home base, das aus 8 Büchern besteht, ist ein Archiv und gleichzeitig die reale Zeichenmenge aller Zeichnungen von „projiziiertes heim“ und „im kasten“. 1:1 werden die großformatigen Zeichnungen in Bücher übersetzt.

„projiziertes heim“ (2004-2009) ist eine Serie von Zeichnungen, die eine Kamerafahrt vom Atelierschreibtisch ausgehend hin zum Ateliereingang „be-zeichnet“. Eine Fahrt, die das filmische Zoom, die filmische Drehung, ein zeitlich verfasstes Umherschauen‚ ´manisch´ in zweidimensionale Flächen zu übersetzen sucht. Die Zeichnungen ergeben zusammengesetzt eine Länge von in etwa 20 Metern.

  • „es ist nie genug (verworfene Körper)“

2012 // Zeichnungen, Collage // 146 cm x 106 cm

Ausgangspunkt der Serie verworfene Körper sind Zeichnungen im A3 Format, die ich fortwährend, in der Form eines Archivs, anfertige, dann einscanne, vergrößere, im Computer bearbeite, wieder ausdrucke, zusammensetze, wieder hinein zeichne, usw… .

Jeder verworfene Körper ergibt sich aus der Schichtung von mehreren gezeichneten Objekten und generiert mittels Zeichnung einen neuen Zeichnungskörper: ein in die Fläche gefallener Raum, der aus der Fundgrube des Bildarchivs einen eigenen Illusionskörper kreiert. Die Schaffung der einzelnen Objekte läuft auf den Wunsch hinaus, damit eine Installation zu bauen, in der sich die einzelnen Teile miteinander verschränken und neue Räume aus Zeichnung, Objekt, Schatten und Licht generieren.

Miriam Bajtala geb.1970 in Bratislava, lebt und arbeitet in Wien und Linz.
Webseite: miriambajtala.klingt.org


Ludmilla Bartscht

  • “Wenn der Rucksack scheuert” (Ausschnitt)

2011-2012 // Tusche und Acryl auf Papier //

“Wenn der Rucksack scheuert” ist eine Reihe von Zeichnungen, die mit Tusche und Acryl auf speziell vorbereitetes Papier gezeichnet sind. Diese Bilder ranken sich assoziativ um das Thema der modernen Nomaden. Der mobile Mensch zwischen Aufbruchslust und Heimatsuche, der Frage nach den eigenen Wurzeln, der Versuch die Welt zu verstehen oder sich weit weg zu träumen, sich treiben zu lassen oder zur Ruhe kommen, in einer Welt, die global flexibel geworden ist und alles mit allem scheinbar zusammen hängt.

Die kleinformatigen, figürlichen Bilder stülpen das Innere nach Außen, ohne beim Schaffensprozess  eine konkrete Aussage zu verfolgen.

  • „3 1/2 Leben“

2009 // Serie // Tusche und Bleistift auf grundiertem Papier // 21×29,7 cm //

Eine Pflanze ist Sinnbild für Verwurzelung, Vertrauen und Flexibilität.
Die Avocado als exotische Südfrucht birgt besonders viele Versprechungen und weckt vage Erinnerungen an den Garten Eden. Jeder Buchstabe birgt ein Subthema in sich. In dieser assoziativen Buchstaben-Bilderserie werden diese Themen visuell bearbeitet.

Ludmilla Bartscht, 1981 geboren, studierte an der UdK Berlin, der Hochschule für Kunst und Medien in Luzern sowie der HAW in Hamburg. Mit ihren Zeichnungen war sie untern anderem bereits auf Ausstellungen in Japan, der Schweiz, Österreich und Italien vertreten. Für ihre Arbeiten im Comic-Bereich wurde sie 2008 mit dem renommierten Max und Moritz-Nachwuchspreis des Erlangener Comic Salons ausgezeichnet. Zur Zeit Artist in Residence  im Salzamt.
Webseite: http://milla.smyck.org/


Holger Frey

  • “Casa Florina”

2012 // Installation // Fundholz //

Die Hütte ist ein privater Raum, der Geborgenheit und Gemütlichkeit vermitteln kann, aber auch Beklemmung und Unwohlsein. Sie ist begehbar, erfahrbar, mit allen Sinnen. Eine Grenze zwischen Innen und Außenwelt. Eine Trennung zwischen Du und Ich. Nach dem Volksmund sollte man in seinem Leben unter anderem ein Haus gebaut haben. Ein Urding, das Sinn hat und gibt, Standort, Geschichte und Verwurzelung, Verortung und Zukunftsversprechen; sprich ein zu Hause.

Holger Frey, 1981 geboren, studierte Medien-Informatik und Experimentelle Mediengestaltung an der TFH und der Universität der Künste in Berlin. Er beschäftigt sich in seiner interaktiven Rauminszenierung mit der Verschmelzung von analogen und digitalen Medien. Seine letzten Installationen waren in Berlin, Zürich, Bielefeld und Warschau. Holger Frey lebt und arbeitet in Berlin, zur Zeit Artist in Residence  im Salzamt
Webseite: http://wwwprojektionsareal.org/


Ludmilla Bartscht / Holger Frey

  • „Ein Lüftchen regt sich“

2012 // Videoinstallation, Mini-Animation, Zeichnung und Fotografie //

Alles beim Alten, nichts verändert sich, jeder kennt jeden und alles scheint gleich.

Etwas Bekanntes: eine Stimmung, ein Gefühl, dass man nur da haben kann, wo man oft ist oder schon immer war. Erst wenn man für ein paar Wochen oder Monate abwesend war, sind die kleinen Veränderungen sichtbar. Dabei finden sie ständig statt. Sie sind nur nicht wahrnehmbar, so lange keine Distanz herrscht.

  • “Was macht Zuhause für Sie aus?”

2012 // Umfrage // Videoinstallation //

Bei einer Online-Umfrage im Dezember 2011 zum Thema “Moderne Nomaden” gab es die Frage nach dem zu Hause/der Heimat. Offen und Ehrlich antworteten die Befragten, was für Sie wichtig ist, um sich zu Hause zu fühlen.


Christina Gransow

  • „Florida Jane“

Das Animations-Video »Florida Jane« ist das Resultat der Zusammenarbeit von Christina Gransow und ON:STOP:OFF. Es erzählt die Geschichte vom Verfall und einer damit einhergehenden Belebung von Architektur.

Vor ca. eineinhalb Jahren, nach einem Konzert von ON:STOP:OFF entstand die Idee, ein Musikvideo zusammen zu machen. Da jedes Bild einzeln gezeichnet werden sollte und wollte, gab es eine kleine Einschränkung: Bitte nicht viel länger als drei Minuten. So haben ON:STOP:OFF versucht ein Lied nach dieser Vorgabe zu machen. Als die musikalische Idee langsam Gestalt annahm, hat Christina Gransow mit den ersten Zeichnungen begonnen und im Austausch der einzelnen überarbeiteten und weiterentwickelten Versionen ist dann das Musikvideo »Florida Jane«entstanden.

Christina Gransow // 1980 geboren in Heidelberg // 2009 Diplom in Illustration an der HAW Hamburg //
Webseite: http://www.christinagransow.de/


Katharina Lackner

In diesem Ausstellungsbeitrag beschäftigt sich Katharina Lackner mit persönlichen Orten – Räume, die zu Lebensräumen wurden.

Bei einer Arbeit wird der Abdruck der Hand zur Insel, zum Gebirge oder zur Projektionsfläche.

Zurechtfinden im Linienmeer, persönliche, persönlichste Orte, der eigene Körper,  genauer gesagt die eigene Hand wird zur Karte, in der Zeit und Raum vermerkt sind.

Ein Horizont wird zur Linie, die in ihrer Vergrößerung wieder zur  Struktur, zur Insel wird. Wie das Meer zum Himmel werden kann und wieder zum Meer und wieder zum Himmel…

Katharina Lackner // 1981 geboren // lebt und arbeitet in Linz //Atelier im Salzamt
Webseite: http://www.kathilackner.net/


Nigel Peake

Nigel Peake ist Artist in Residence im Februar und März 2012 im Atelierhaus Salzamt. Er ist sowohl Bildender Künstler als auch Illustrator. Nach seinem Architekturstudium in Edinburgh arbeitet er kontinuierlich an Zeichnungen von alltäglichen Dingen, die ihn umgeben. Er führt ein ruhiges Leben im ländlichen Nordirland, wo sein Interesse den Dingen gilt, die er auf Spaziergängen sieht. Meist verbringt er seine Tage mit Auftragsarbeiten für renommierte Magazine und Unternehmen (zb NY Times, Tate Gallery, Yahoo, Süddeutsche) oder eigenen Publikationen und Ausstellungsprojekten.

Nigel Peake // 1981 geboren // lebt und arbeitet in Nordirland //zur Zeit Artist in Residence  im Salzamt
Webseite: http://www.nigelpeake.com/